Willkommen

Die Forstbetriebsgemeinschaft ist ein freiwilliger Zusammenschluß aller Privatwaldbesitzer der drei Gemarkungen und des Kirchenwaldes Schönenbach. Sie umfaßt derzeit 126 Mitglieder mit insgesamt 1822 Hektar. Die FBG ist nach internationalem PEFC– Standart zertifiziert und ist ein Verein auf wirtschaftlicher Basis ohne Gewinnerzielungsabsicht.

Aufgaben der FBG

Die FBG vermarktet das von ihren Mitgliedern eingeschlagene Holz, führt in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung des Landkreises Verhandlungen und schließt Verträge ab, des weiteren überwacht die FBG den Zahlungseingang der Holzerlöse, verrechnet Unternehmerleistungen wie Holzfällung und Rücken, führt Sammelbestellungen für Materialien und Pflanzen durch, überwacht die Einhaltung der Zertifizierungsstandarts, führt Fortbildungsveranstaltungen für die Waldbesitzer durch und unterhält durch die der FBG unterstellten Wegebauvereine die gemeinschaftlichen Waldwege.

Geschichte

Auf Betreiben des Leiters des staatlichen Forstamts Furtwangen, Herrn Forstmeister Nann, wurde am 15. März 1965 im Gasthaus zur Sonne in Schönenbach der Holzverwertungsverein Schönenbach – Rohrbach gegründet. Bereits ein Jahr zuvor hatten sich die Privatwaldbesitzer auf der Gemarkung der Stadt Furtwangen zu einem Verein zusammengeschlossen, die daraus entstandene FBG Furtwangen ist die älteste Waldbesitzervereinigung in Baden- Württemberg, die Schönenbacher FBG die zweitälteste. Ziel dieser sogenannten Holzverwertungsvereine war es, die damals sehr lukrative Papierholzlieferung besser zu organisieren und damit die gleichen Preise zu erhalten, die damals von der Papierindustrie nur an sehr große Waldbesitzer wie Kommunen und Staatsforstverwaltung bezahlt wurden. Zum ersten Vorsitzendender FBG Schönenbach wurde Erhardenbauer Bertold Hepting gewählt, sein Vertreter war Grundhofbauer Alfred Fehrenbach. Der erste Geschäftsführer (damals noch Schriftführer genannt) war Oberforstwart Ernst Schlosser, Revierförster in Schönenbach und Rohrbach. Bereits im ersten Geschäftsjahr konnte die FBG durch die Erzielung besserer Vertragsbedingungen gegenüber der Papierindustrie einen Mehrerlös von 4650 Mark erzielen, damals eine Menge Geld, die Ausgaben für Porto und Telefon betrugen lediglich 2,60 DM, wie der Jahresbericht 1965/66 erwähnt. Die notwendigen Auslagen wurden durch eine Hutspende unter den Anwesenden der Jahreshauptversammlung aufgebracht. Anfangs der siebziger Jahre wurde neben dem Papierholz erstmalig auch Stammholz über den Holzverwertungsverein verkauft, eine rege Nachfrage der Sägewerke machte auch den Verkauf über Holz- Submissionen ( schriftliche Versteigerung ) möglich. Bereits 1975 betrug der Jahresumsatz 266.000 DM, der Anteil des über den Verein verkauften Stammholzes stieg stetig an, da auch auf diesem Sektor die Käufer auf eine bessere Organisation und Bündelung der Holzmengen drängten. 1978 überstieg der Umsatz zum ersten Mal die Ein-Millionen-Grenze, ein Jahr später wurde der Holzverwertungsverein als wirtschaftlicher Verein eingetragen und änderte den Namen in „Forstbetriebsgemeinschaft“. Gleichzeitig wurden die Waldbesitzer aus Langenbach eingegliedert, da sich auch die Forstreviergrenzen geändert hatten. Die äußerst schneereichen Winter 1981/82 und 1982/83 führten zu einem großen Anfall an Schneebruchholz, der fast komplett über die FBG abgewickelt wurde. Wurde 1965 noch 738 Festmeter Holz über den Holzverwertungsverein verkauft, so waren es 1984 10344 Festmeter, das sind umgerechnet rund 320 LKW-Ladungen! Nach 37 Jahren Revierdienst und 20-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer der FBG wurde Förster Ernst Schlosser 1985 pensioniert, er hatte sich unermüdlich für die Belange der Privatwaldbesitzer und der FBG eingesetzt, sein Nachfolger wurde der junge Revierförster Christof Spohn. Sturmkatastrophen, Borkenkäferkalamitäten und fallende Holzpreise, damit mußten sich die Privatwaldbesitzer und die FBG seit Mitte der achtziger Jahre beschäftigen. Die Orkane Vivian und Wiebke warfen 1990 Tausende Festmeter Holz zu Boden, der Orkan Lothar vom Zweiten Weihnachtstag 1999 stellte jedoch alles in den Schatten: zur Bewältigung der Sturmholzmengen bauten die FBG´s von Furtwangen und Schönenbach einen großen Naßlagerplatz auf dem Gelände des Dorerhofes in Rohrbach, auf dem dann mehrere Zehntausend Festmeter Holz aus dem gesamten oberen Bregtal für mehrere Jahre eingelagert werden konnte. Durch die Verwaltungsreform des Jahres 2005 wurde das über 100-jährige Forstamt Furtwangen geschlossen und das Forstpersonal zum Landkreis Schwarzwald-Baar überstellt. Seither ist die Außenstelle Triberg des Landratsamts für die Belange der Privatwaldbesitzer im oberen Bregtal zuständig. Den “mageren“ Jahren nach Orkan Lothar ( schlechte Holzpreise aufgrund hoher Sturmholzmengen und Käferholz ) folgte im Herbst 2006 plötzlich der Aufschwung: durch hohe Energiepreise und gute Exportbedingungen stieg der Holzpreis innerhalb kurzer Zeit stark an – man sprach von einem “Holzboom“, auf einmal war die Nachfrage größer als die lieferbare Menge und der Wald bringt seinem Besitzer wieder ein gutes Stück Einkommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden über die FBG Schönenbach – Rohrbach- Langenbach rund 11500 Festmeter Holz vermarktet und ein Umsatz von 780.00 € erzielt.

M. Rombach